{
    "$schema": "http://schema-store.eurokey.lan/edw/export-schemata/v3/content/translation/translation.schema.json",
    "languageKey": "de_DE",
    "pois": [
        {
            "id": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57",
            "title": "Wege der Erinnerung",
            "subtitle": "",
            "description": "Fahrradtour",
            "audios": [],
            "images": [],
            "videos": [],
            "equirectangularImages": [],
            "track": {
                "leaveTrackMedia": {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-default_leave_track_sound_de_DE"
                },
                "returnToTrackMedia": {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-default_return_to_track_sound_de_DE"
                }
            },
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a0e6fc-5fd0-7ecc-87d2-60412a66ba8f",
            "title": "Gesamtschule Türkismühle",
            "subtitle": "",
            "description": "// NEU",
            "audios": [],
            "images": [],
            "videos": [],
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a0e70e-acdf-75c0-bae2-4f2906f4865e",
            "title": "Stolpersteine Fam. Reinheimer",
            "subtitle": "",
            "description": "// NEU",
            "audios": [],
            "images": [],
            "videos": [],
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a0e718-2d69-7ae9-a34b-861f2cccf304",
            "title": "Die Synagoge in Sötern",
            "subtitle": "",
            "description": "Die Synagoge ist der wichtigste religiöse und gesellschaftliche Mittelpunkt des jüdischen Gemeindewesens.&nbsp;<br><br>Die Synagoge in Sötern wurde 1817 erbaut. Die Kosten für den Bau der Synagoge hatten die jüdischen Einwohner zu tragen. Im Jahre 1841 wurde die Synagoge durch einen Sturm sehr schwer beschädigt, sodass sie renoviert werden musste.&nbsp;<br>Während der Reichspogromnacht 1938 wurden die Söterner Juden gezwungen, das Innere des Gotteshauses zu zerstören. Die Synagoge selbst konnte nicht in Brand gesetzt werden, da die Gefahr bestand, dass umliegende Häuser auch Feuer fangen könnten. Im Zuge der „Entjudung jüdischen Eigentums“ wurde das Gebäude an das SA-Mitglied K., der nach dem Krieg für seine Beteiligung an den Novemberpogromen verurteilt wurde, für 650 Reichsmark verkauft, obwohl ein Wertgutachten die Synagoge auf 2000 Reichsmark taxiert hatte. Während des Krieges wurde das Gotteshaus dann als Pferdestall benutzt.&nbsp;<br>Nach dem Krieg wurde das Gebäude an Familie N. verkauft und diente in den 1960er Jahren als Tankstelle. Lange war hier eine Bankfiliale untergebracht. Heute wird es als Wohnhaus genutzt.&nbsp;<br><br>Nichts erinnert mehr an seinen ursprünglichen Zweck als Gotteshaus der jüdischen Gemeinde Sötern.<br><br>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f261-505c-79b8-8fa4-ea75b549daa7",
                    "title": "Informationen zur Synagoge"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f260-fee7-79aa-950f-ee4246504806",
                    "title": "Synagogengebäude nach Krieg"
                },
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f261-118a-7753-b964-5666605396ac",
                    "title": "Ansichtskarte Söterns 1960"
                },
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f261-1ed0-766e-921b-39475ec0ae76",
                    "title": "Das Synagogengebäude 2015"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f260-e852-7bcf-86e3-25fa766bd92f"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a0e719-453b-7765-bfed-df0e936e4d0b",
            "title": "Schinderhannesüberfall",
            "subtitle": "",
            "description": "// NEU",
            "audios": [],
            "images": [],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f265-1b58-7b86-82b9-dc19bf3b0391"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a0e719-d9e0-7bc6-bd97-cdff2d61a636",
            "title": "Die Mikwe in Sötern",
            "subtitle": "",
            "description": "Die Mikwe ist ein wichtiger Bestandteil der jüdischen Tradition. Sie ist ein Tauchbad und dient verheirateten Frauen nach ihrer Menstruation oder einer Geburt zur rituellen Reinigung. Den ersten Besuch einer Mikwe absolviert eine Frau meist am Vorabend ihres Hochzeitstages.&nbsp;<br><br>Bevor in Sötern eine Mikwe gebaut wurde, befand sich das Bad wahrscheinlich im Keller der Synagoge. 1841 wurde die Mikwe fertig gestellt. In einem kleinen Vorraum befand sich ein Ofen mit dem Heizkessel, daneben lag die Badestube mit einer hölzernen Badewanne, die in den Boden eingelassen war.&nbsp;<br>Das Gebäude wurde, nachdem es verkauft worden ist, als Stall und Abstellraum genutzt.&nbsp;<br>Obwohl es 1989 unter Denkmalschutz gestellt wurde, hat man es 2005 abgetragen.&nbsp;<br><br>Quellen:&nbsp;<br>Landau, Michael und Tigmann, Eva: Unsere vergessenen Nachbarn. St. Ingbert 2010.<br><br>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f264-3688-7e6f-8fdf-b218b18085a4",
                    "title": "Informationen zur Mikwe"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f264-0f7f-7349-a138-f6982b6ed35e",
                    "title": "Ehemalige Mikwe in Sötern"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f264-1cac-7650-8dd2-72da9a01fb25"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a0e71a-51e8-7c93-834f-a595485611d8",
            "title": "Der Lotte Koschelnik Platz",
            "subtitle": "",
            "description": "Der Start- und Zielpunkt für unseren Weg der Erinnerung in Sötern ist der Lotte-Koschelnik-Platz.<br><br>Der Platz ist einer der sieben Orte gegen das Vergessen im St. Wendeler Land. 2014 hat der Landkreis St. Wendel und das Adolf-Bender Zentrum St. Wendel das Projekt „7 Orte gegen das Vergessen“ umgesetzt. Es wurden sieben Erinnerungsorte geschaffen, die an das ehemalige jüdische Leben im Landkreis St. Wendel erinnern sollen. Es handelt sich dabei um Plätze, die mit Bänken und Informationstafel ausgestattet sind, und an die Geschichte jüdischer Bürger im St. Wendeler Land erinnern, stellvertretend für die Opfer des Nationalsozialismus in der Region. Im Rahmen dieses Projektes wurde am 20.05.2014 der Lotte-Koschelnik-Platz in Sötern eingeweiht.&nbsp;<br><br>Die Familie Koschelnik lebte in Sötern. Isaak Koschelnik, der Vater von Leonore, Fritz und Lotte, war Schuhmacher und sehr beliebt in der Gemeinde. Isaak Koschelnik wurde am 10.November 1938 verhaftet und in das KZ Dachau gebracht. Er kam erst Wochen später wieder zurück. Das Schlimmste war jedoch, dass er das Land innerhalb einer bestimmten Frist verlassen sollte.1939 flüchtet er nach Shanghai. Er wollte seine Familie nachkommen lassen, doch dazu kam es nicht mehr, weil seine Familie sich um ihren kranken Vater kümmerte. Seine Frau und Kinder reisten aber nach Berlin, wo man fortan nichts mehr von ihnen hörte.&nbsp;<br>Lotte, damals 13 Jahre alt, wurde mit ihrer Mutter Johanna Hedwig Koschelnik und ihrem Bruder Friedrich 1943 ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert und ermordet. Die Spur ihrer Schwester verlor sich bereits ein Jahr zuvor im Konzentrationslager in Riga. Wahrscheinlich ist die ganze Familie im Konzentrationslager verstorben. Vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Koschelnik in Sötern wurden im Jahr 2012 Stolpersteine für die Familie verlegt (Hauptstraße 55).&nbsp;<br><br>Lotte Koschelnik war damals, als sie noch in Sötern wohnte, mit der zwei Jahre jüngeren Olga Liesmann befreundet. Deren Tochter Eva Tigmann kann noch Einiges über die besondere Beziehung zwischen Lotte und ihrer Mutter berichten:<br><br>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f26e-8e1c-7cce-baec-5ac4f3dccbd9",
                    "title": "Informationen zum Platz"
                },
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f26e-a3ce-73a0-a2d2-e0d2c34884bb",
                    "title": "Bericht Eva Tigmann"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f26e-7588-78fc-befe-5b6bea551d7d",
                    "title": "Einweihung 2014"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f26e-6163-71c3-b35a-f9a484b23ba7"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a0e71b-0e09-778d-901e-bb9cd91f6575",
            "title": "Jüdischer Friedhof in Sötern",
            "subtitle": "",
            "description": "Nach jüdischer Tradition ist ein Friedhof ein Ort der Ewigkeit, dessen Frieden niemand stören darf. Bei den Christen gibt es die Tradition, die Gräber mit Blumen zu schmücken. Im traditionellen Judentum hingegen ist dies nicht üblich, da Blumen etwas Vergängliches sind. Man legt zum Gedenken und als Zeichen der Verehrung kleinere Steine auf die Gräber Der Friedhof, auf dem auch die Toten der jüdischen Gemeinde Bosen bestattet wurden, ist wahrscheinlich bereits Ende des 17. Jahrhunderts angelegt und im 19. Jahrhundert mehrfach vergrößert worden.&nbsp;<br><br>Während der Pogromnacht wurde der Friedhof geschändet.&nbsp;<br>Der Zeuge J. Schwickert beobachtete am Tag nach den Geschehnissen des 9./10. Novembers 1938, wie vor dem jüdischen Friedhof ein Lastwagen hielt: „Auf dem Friedhof befanden sich einige SA-Männer in Uniform, welche auf dem Friedhof Schriften aus der Synagoge verbrannten und Grabmäler zerstörten.“ Im Oktober 1998 wurde der Friedhof erneut geschändet. Über 59 Grabmale wurden schwer beschädigt. Heute sind noch etwa 205 Gräber zu sehen.<br><br>Exkurs jüdische Zeitrechnung:&nbsp;<br>Beginn der jüdischen Zeitrechnung: 3761 v. Chr.<br>Jahr (Lunisolarjahr): Dauer 354 Tage<br>Monate:Ijar, Tamus, Elul, Tewet, Adar: Dauer 29 Tage Nissan, Siwan, Av, Tischri und Schewat: Dauer 30 Tage. Marcheschwan und Kislew sind \"Schaltmonate\" mit 29 oder 30 Tagen, d.h. die Tageszahl dieser beiden Monate hängt immer von den jeweiligen Erfordernissen ab. Sollte ein Schaltjahr nötig sein, wird ein zweiter \"Adar\" eingefügt.Das Schaltjahr hat dann nicht 12 sondern 13 Monate.<br><br>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f270-50e6-7767-98fa-bcf50bc9ca63",
                    "title": "Informationen zum Friedhof"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f26f-da69-73ee-b187-0edcadc69031",
                    "title": "Zerstörte Gräber auf Friedhof"
                },
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f270-2aed-777e-97d1-f3699d364a32",
                    "title": "Die jüdische Zeitrechnung"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f26f-c7af-7ae0-bf5c-566edee45974"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a0e71d-629e-7c12-905e-d029f7abbda5",
            "title": "Synagoge: Bosbachstraße 10",
            "subtitle": "",
            "description": "// NEU",
            "audios": [],
            "images": [],
            "videos": [],
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a0e720-c43d-7598-a101-e53d0d68ce2e",
            "title": "Infotafel Synagoge in Bosen",
            "subtitle": "",
            "description": "Seit 1769 gab es in Bosen ein jüdisches Gebetshaus. Die Bosener Judenschaft erwarb damals ein Privathaus, das für über 100 Jahre als Synagoge diente. 1881 wurde eine neue Synagoge in der heutigen Bosbachstraße 10, im Volksmund bis heute \"Judengasse\" genannt, mit Erlaubnis der großherzoglichen Regierung in Birkenfeld erbaut. Im Erdgeschoss war der Schulsaal mit Lehrerwohnung, im Obergeschoss die Synagoge untergebracht. Zeitweise war dort auch die jüdische Schule untergebracht. Die Synagoge, deren Innern in der sogenannten Reichskristallnacht am 9. November 1939 geschändet wurde, wurde in den Kriegsjahren als Kriegsgefangenenlager genutzt. Heute befindet sich das Gebäude in Privatbesitz.<br><br>Die Novemberpogrome in Bosen<br>Pogrom ist ein russisches Wort für Zerstörung. Pogrome nennt man die regelmäßig wiederkehrenden Ausbrüche des Judenhasses, bei denen in Städten und Dörfern die Häuser der Juden geplündert und zerstört, die Einwohner misshandelt und oft auch getötet werden.<br>In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es im gesamten Deutschen Reich zu spontanen „Aktionen“, die sich gegen Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen, gegen jüdische Schulen und jüdische Mitbürger richteten.<br>Der verantwortliche Kreisleiter von Idar-Oberstein, Ernst Diedenhofen, schickte etwa 10 Partei- und SA- Funktionäre nach Bosen, Gonnesweiler und Sötern, um dort die Ausschreitungen in Gang zu setzen. In Bosen war es wegen der engen Bebauung nicht möglich, die Synagoge in Brand zu setzen. Deshalb wurden notdürftig bekleidete, jüdische Männer aus Bosen zunächst zusammengetrieben und anschließend zum Ortsausgang eskortiert. Sie mussten sich in zwei Reihen mit dem Rücken zu ihren Bewachern aufstellen. Ein Schuss wurde abgegeben und die Täter schlugen 10 Minuten lang mit Stöcken und Ochsenziemern auf die jüdischen Männer ein. Während der Misshandlung wurde die Straße nach beiden Seiten abgesperrt, damit niemand das Geschehen beobachten konnte. Anschließend wurden die Männer und die ortsansässigen jüdischen Frauen gezwungen, die Innenausstattung ihres Gotteshauses auszuräumen und zu zerstören. Die Trümmer der Inneneinrichtung wurden auf die Straßen geworfen. Bücher, Papiere und Gebetsrollen wurden verbrannt. Viele Juden wurden schwer misshandelt, wobei Täter und Opfer meist aus dem gleichen Ort stammen. Die Ausschreitungen setzten sich bis in den späten Abend fort. Jüngere Männer wurden verhaftet, in das Gefängnis von Hermeskeil eingeliefert und von dort einige Tage später ins KZ Dachau gebracht. Erst nach mehreren Monaten kehrten sie zurück.<br>In den Verhandlungen zu diesen Verbrechen vom 19. bis 24. Juli 1948 wurden insgesamt 24 Personen wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit angeklagt. Am 23.07.1948 erfolgte die Urteilsverkündung: 14 Angeklagte erhielten Haftstrafen bis zu drei Jahren, fünf Angeklagte wurden aus Mangel an Beweisen freigesprochen und einer wegen erwiesener Unschuld. Zwei Täter der Pogrome in Bosen konnten sich ihrer Verantwortung entziehen.",
            "audios": [],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f276-b66e-72b5-87d2-f6b4a12b307e",
                    "title": "„Kerweumzug“ in Bosen"
                },
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f276-c430-741b-b2dd-570aa1ffbb86",
                    "title": "Synagoge in den 1950er Jahren "
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f276-9bde-7e9f-ab9d-fed79c3e6845"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a0e721-b55c-7c2f-9452-c0916abfb007",
            "title": "Stolpersteine Familie Lion",
            "subtitle": "",
            "description": "Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort pflastersteinähnliche Gedenktafeln aus Messing in den Boden einlässt. Inzwischen liegen mehr als 70.000 Stolpersteine in 22 Ländern Europas (Stand 2021). In der Gemeinde Nohfelden wurden im Jahr 2012 in den Dörfern Sötern, Bosen und Gonnesweiler 18 Stolpersteine verlegt.&nbsp;<br>„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, zitiert Gunter Demnig den Talmud. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. „Hier wohnte….“, steht auf dem zehnmal zehn Zentimeter großen Tafeln aus Messing, dann Name und Geburtsdatum des Opfers und Informationen zu Deportation und Ermordung. „Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten“, ist der Kölner Künstler überzeugt. Damit hat Demnig das weltweit größte dezentrale Mahnmal für die Opfer des dritten Reiches geschaffen. Trotz des Begriffs Stolpersteine geht es Demnig nicht um tatsächliches „Stolpern“. Er zitiert auf die Frage nach dem Namen des Projektes gerne einen Schüler, der, nach der Stolpergefahr gefragt, antwortete: „Nein, nein, man stolpert nicht und fällt hin, man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen.“&nbsp;<br><br>Max Lion (*1890) lebte mit seiner Frau Flora Lion (*1902, geb. Heimann) und seinen beiden Söhnen Günther (*1927) und Egon (*1937) in Bosen. Günther Lion besuchte vom 20.04.1933 bis zum 17.11.1938 die Volksschule in Bosen. Obwohl Günther und Egon am 4.01.1941 nach Frankfurt/Main geschickt wurden, wurden sie trotzdem mit den Eltern am 29.04.1942 deportiert. Die Eltern Max und Flora wurden am 31.12.1943 für Tod erklärt und die Söhne Günther und Egon genau ein Jahr später.&nbsp;<br><br>Im März 1942 erhielt die Gestapo in Koblenz den Befehl, den Transport der in Koblenz und Umgebung lebenden Juden vorzubereiten. Viele Juden aus der Gemeinde Nohfelden wurden 1942 mit Lastwägen abtransportiert und mit einem Sonderzug nach Gurs (Frankreich) deportiert. Die Gurs-Deportation war die erste große Massendeportation deutscher Juden. Mitführen durften sie nur 25 Kilo Gepäck und 100 Reichsmark. Viele Inhaftierte wurden in andere Lager verlegt. Ab Sommer 1942 wurden große Sammeltransporte zusammengestellt, die die Juden u. a. nach Auschwitz brachten. Im Jahr 1945 lebten nur noch wenige Personen jüdischer Herkunft im Gebiet des heutigen Kreises St. Wendel, unter anderem Ida Jost aus Gonnesweiler. Sie war von den bisherigen Deportationen verschont geblieben, weil sie mit einem christlichen Partner verheiratet war. Durch die Verhaftungen, Ermordungen und weitere Deportationen in Konzentrationslager war das jüdische Leben im Kreis St. Wendel endgültig und unwiederbringlich vernichtet.<br><br>",
            "audios": [],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f275-694b-7b2f-a629-6c0ac9e7ac57"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f275-4c31-7bd6-87a5-3ce564b25cfa"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a0e722-2be1-7495-af0e-f2093327d464",
            "title": "Ehemalige Mikwe in Bosen",
            "subtitle": "",
            "description": "Die Mikwe ist ein wichtiger Bestandteil der jüdischen Tradition. Sie ist ein Tauchbad und dient verheirateten Frauen nach ihrer Menstruation oder einer Geburt zur rituellen Reinigung. Den ersten Besuch einer Mikwe absolviert eine Frau meist am Vorabend ihres Hochzeitstages. Das erste Bosener Frauenbad befand sich im Keller der Synagoge. Das erste Badehaus wurde 1841 erbaut und genutzt. Es gab nur einen Raum, in dem der Heizkessel stand und die Badewanne in den Boden eingelassen worden ist. Um 1920 wurde das Gebäude verkauft. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude kann heute noch besichtigt werden.<br><br>",
            "audios": [],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f273-7f00-714b-94f1-efc7f7901198",
                    "title": "Die Mikwe in Bosen (2018)"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f273-7202-7efd-8b69-eac999aadfb2"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a0e728-a9f4-7a5e-bd21-8f0d304024b2",
            "title": "Requiem für die Juden",
            "subtitle": "",
            "description": "// NEU",
            "audios": [],
            "images": [],
            "videos": [],
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a0e729-a48c-72f1-a7c3-e8d24ea8333e",
            "title": "Raymund-Hirsch-Platz",
            "subtitle": "",
            "description": "Der Raimund Hirsch Platz ist einer von 7 Orten gegen das Vergessen im Landkreis St. Wendel, die an das Schicksal unserer jüdischen Nachbarn während der Zeit des Nationalsozialismus erinnern soll.&nbsp;<br><br>2014 hat der Landkreis St. Wendel zusammen mit dem Adolf-Bender Zentrum St. Wendel das Projekt „7 Orte gegen das Vergessen“ umgesetzt. Es wurden sieben Erinnerungsorte geschaffen, die an das ehemalige jüdische Leben im Landkreis St. Wendel erinnern sollen. Es handelt sich dabei um Plätze, die mit Bänken und Informationstafel ausgestattet sind, und an die Geschichte jüdischer Bürger im St. Wendler Land erinnern, stellvertretend für die Opfer des Nationalsozialismus in der Region.&nbsp;<br>Der Landkreis St. Wendel hat den Platz nach Raimund Hirsch benannt, der in Gonnesweiler lebte und mit 8 Jahren zusammen mit seiner Familie deportiert und von den Nationalsozialisten ermordet wurde.&nbsp;<br>Sein Schicksal soll mahnend daran erinnern, zu was Hass und Gewalt führen können.<br><br>",
            "audios": [],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f279-7199-7f25-b313-4b3def2dfb05",
                    "title": "Raymund Hirsch"
                },
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f279-7d69-7060-a365-358d9441d506",
                    "title": "Flora Hirsch"
                },
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f279-8ae4-70bf-aca3-af9b3c0e6bbb",
                    "title": "Ludwig Hirsch"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f279-61fd-78a9-a67d-9322fbeff2d8"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a0e72a-9537-7f54-8146-4863810ce435",
            "title": "jüd. Friedhof Gonnesweiler",
            "subtitle": "",
            "description": "Nach jüdischer Tradition ist ein Friedhof ein Ort der Ewigkeit, dessen Frieden niemand stören darf. Bei den Christen gibt es die Tradition, die Gräber mit Blumen zu schmücken. Im traditionellen Judentum hingegen ist dies nicht üblich, da Blumen etwas Vergängliches sind. Man legt zum Gedenken und als Zeichen der Verehrung kleinere Steine auf die Gräber.&nbsp;<br><br>Der jüdische Friedhof in Gonnesweiler wurde um 1800 angelegt. 21 Gräber sind heutzutage nur noch sichtbar, da viele in der NS- Zeit geschändet und zerstört wurden.&nbsp;<br>Im Jahre 1932 ist der Friedhof noch vergrößert und ist neu eingefriedet worden. Die letzte bekannte Beerdigung soll 1940 von Helene Heymann gewesen sein, ihr Grabstein ist jedoch leider nicht mehr vorhanden.<br><br>",
            "audios": [],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f280-155a-7887-8fe1-917560af48b6",
                    "title": "Gedenktafel auf dem Friedhof"
                },
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f280-24ed-71ec-a300-a83043446450",
                    "title": "Friedhof"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f280-02b3-7e05-9d94-326743d234fe"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a0e72a-f8a9-749f-8e2a-0aa49064a909",
            "title": "Stolpersteine Fam. Kahn/Hirsch",
            "subtitle": "",
            "description": "Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort pflastersteinähnliche Gedenktafeln aus Messing in den Boden einlässt. Inzwischen liegen mehr als 70.000 Stolpersteine in 22 Ländern Europas (Stand 2021). In der Gemeinde Nohfelden wurden im Jahr 2012 in den Dörfern Sötern, Bosen und Gonnesweiler 18 Stolpersteine verlegt.<br>„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, zitiert Gunter Demnig den Talmud. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. „Hier wohnte….“, steht auf dem zehnmal zehn Zentimeter großen Tafeln aus Messing, dann Name und Geburtsdatum des Opfers und Informationen zu Deportation und Ermordung.<br>„Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten“, ist der Kölner Künstler überzeugt. Damit hat Demnig das weltweit größte dezentrale Mahnmal für die Opfer des dritten Reiches geschaffen.<br>Trotz des Begriffs Stolpersteine geht es Demnig nicht um tatsächliches „Stolpern“. Er zitiert auf die Frage nach dem Namen des Projektes gerne einen Schüler, der, nach der Stolpergefahr gefragt, antwortete: „Nein, nein, man stolpert nicht und fällt hin, man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen.“<br><br>Stolpersteine für Josef und Charlotte Kahn<br>Josef (*1870) und Charlotte (*1877, geb. Bach), hatten 10 Kinder, wovon eines direkt nach der Geburt verstarb. Flora Kahn blieb als einziges Kind im Elternhaus wohnen und heiratete später Ludwig Hirsch aus Sötern. Alles weist daraufhin, dass die Eheleute Kahn ab dem Jahr 1941 mit anderen jüdischen Bürgern in einem sogenannten Judenhaus, das in Sötern lag, gezwungen wurden zu wohnen. Sie wurden im Juli 1942 deportiert und trafen später in Theresienstadt ihre Tochter Melliane „Melly“ (*1914), welche dort als Rot-Kreuz-Schwester tätig war. Zum Schutz ihrer Tochter war es dem Ehepaar unmöglich sich zu Melliane zu bekennen und diese anzusprechen. Zwei ihrer Töchter wurden mit ihren Familien in KZ`s ermordet. Sechs Kinder emigrierten. Eine Tochter überlebte, weil sie von ihrem nicht-jüdischen Ehemann versteckt wurde. Ihr Wohnhaus wurde im Krieg vermietet.<br><br>Stolpersteine für Flora, Ludwig und Raimund Hirsch<br>Flora Hirsch (*1904, geb. Kahn) legte eine Meisterprüfung als Damenschneiderin ab und unterhielt ein Geschäft in Gonnesweiler. Sie heiratete Ludwig Hirsch (*1903) aus dem Nachbarort. 1934 wurde der gemeinsame Sohn Raimund „Remo“ geboren. Die Familie wurde im Zuge der Deportation vom 29. April 1942 erfasst und in ein Arbeitslager im Distrikt Lublin abtransportiert.&nbsp; Aus einem späteren Schreiben geht hervor, dass der Vater gleich nach der Ankunft von der Familie getrennt wurde. Die Postkarte datiert vom 05.06.1942 und ist adressiert an das sog. „Judenhaus“ in Sötern, in dem die noch in der Gemeinde Nohfelden lebenden Juden zusammen untergebracht waren. Zu diesem Zeitpunkt waren die Eltern von Flora Hirsch noch nicht deportiert worden.",
            "audios": [],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f281-f2c1-7543-9818-f918e274582c",
                    "title": "Herr&Frau Kahn&Raimund Hirsch"
                },
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f282-01e0-7c8f-a74c-9bf0e1d53358",
                    "title": "Charlotte und Josef Kahn"
                },
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f282-1150-71bc-885b-40c8c346db82",
                    "title": "Flora Hirsch geb. Kahn"
                },
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f282-25ff-7879-8126-38aaf5adf57b",
                    "title": "Postkarte von Flora Hirsch "
                },
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f282-a6a5-77f6-acba-e2c4ed503e39",
                    "title": "Postkarte von Flora Hirsch"
                },
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f282-c730-7b85-bb00-b094d02abe38",
                    "title": "Stolpersteine für die Familien"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f281-c9fe-79f6-99ac-a0d52a9d4473"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a0e72b-b8a5-7907-a7aa-b104aea358f1",
            "title": "Die Mikwe in Gonnesweiler",
            "subtitle": "",
            "description": "Die Mikwe ist ein wichtiger Bestandteil der jüdischen Tradition. Sie ist ein Tauchbad und dient verheirateten Frauen nach ihrer Menstruation oder einer Geburt zur rituellen Reinigung. Den ersten Besuch einer Mikwe absolviert eine Frau meist am Vorabend ihres Hochzeitstages.&nbsp;<br><br>Die Mikwe in Gonnesweiler ist direkt am Bosbach errichtet worden und sah wohl so ähnlich aus wie die Bosener Mikwe.&nbsp;<br>In einem amtlichen Bericht heißt es: „Zur Erstellung des Bades soll ein einfaches, kleines Badgebäude in Kalkmauer mit einem Ziegeldache erbaut, in demselben eine holzene drei Fuß hohe geräumige Badewanne so tief in den Boden gestellt werden, dass sie 2,5 Fuß unter dem Niveau des Bosbaches steht und mittels hölzerner Röhren fließend das Wasser aus dem Bosbache in die Wanne geleitet werden kann. Zugleich soll zur Erwärmung des Badewassers neben der Badewanne ein kleiner Feuerherd und auf demselben ein Kessel eingemauert, auch der Fußboden um die Badewanne gedielt werden.“&nbsp;<br>Diese Mikwe von Gonnesweiler ist 1841 gebaut worden. Schon fünf Jahre danach soll sie so reparationsbedürftig gewesen sein, dass sie nicht mehr benutzt werden konnte. So ist es nicht gewiss, ob und wie lange das Badehäuschen noch genutzt wurde. Das Gebäude ist schon lange aus dem Ortsbild verschwunden.<br><br>Bildquelle: Ausschnitt aus der ersten Flurkarte des Gonnesweiler Bannes, vermessen durch den Geometer Maull in den Jahren 1838/39, mit späteren Ergänzungen. (Dorfmitte, Flur XXII.)<br><br>",
            "audios": [],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f287-a0e6-787e-942e-4c137f966a35"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9aa-a116ee08ad57-01a0f287-8fef-7984-b6c9-925fdd81fc3e"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e",
            "title": "ITINERAIRE DU PATRIMOINE JUIF",
            "audios": [],
            "images": [],
            "videos": [],
            "equirectangularImages": [],
            "track": {
                "leaveTrackMedia": {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-default_leave_track_sound_de_DE"
                },
                "returnToTrackMedia": {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-default_return_to_track_sound_de_DE"
                }
            },
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a13490-630d-7294-9a10-75393e2d71fb",
            "title": "Monument de la Shoah",
            "subtitle": "",
            "description": "Das Denkmal für die Opfer der Shoah wurde erst 2018 errichtet und befindet sich in der Nähe des Standortes der ersten Synagoge Luxemburgs. Die imposante Skulptur aus rosa Granit erinnert an die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung Luxemburgs während des Zweiten Weltkriegs. Machte die jüdische Gemeinde am Vorabend dieses Krieges noch 1% der Gesamtbevölkerung des Landes aus, so waren es am Ende des Konflikts nur noch 0,3 %. Der Bildhauer des Denkmals, Shelomo Selinger, war selbst ein Opfer der Shoah: Er hat neun Todeslager und zwei Todesmärsche überlebt.<div>Der Sockel des Denkmals trägt luxemburgische, französische und hebräische Inschriften. Das Denkmal erhielt den Namen \"Kaddisch\", was auf Aramäisch \"Heiligung\" bedeutet. Der Name ist einer der wichtigsten Reden im Judentum entnommen. Bei näherer Frontalbetrachtung kann der Passant inmitten der Flammen zwei umgedrehte Köpfe, traditionelle Symbole des Todes, wahrnehmen. Die Haare der Köpfe verwandeln sich in verzehrende Flammen, die wiederum die Flammen der Erinnerung und des Gedenkens darstellen. Sie steigen auf, bis sie eine breite Höhlung umgeben, die sich nach und nach verengt, bevor sie schließlich zu einem Kanal des Lichts wird.</div><div>Die Flammen auf der rechten Seite erheben sich in Richtung des Mannes, der seine Augen mit der Hand bedeckt, um das „Shema“, das im Judentum vor dem Tod gesprochene Gebet, zu rezitieren. Jene Geste symbolisiert aber auch die Welt, die ihren Blick verbirgt, um das ungeheure Verbrechen, das „vor ihren Augen“ verübt wird, nicht sehen zu müssen. Auf der linke Seite ist eine aufsteigende Flamme zu sehen, die die Form des Kopfes der Welt mit großem, allsehendem  Auge annimmt.</div><div>Die darunter zu entdeckende Hand stellt die Gleichgültigkeit und Untätigkeit der Welt dar. Die Flammen, die sich nach links ausbreiten, gehen in eine Hand über, die ein Kind und den sich von unten nach oben windenden hebräischen Buchstaben \"Lamed“ ergreifen. Auf der Rückseite der Skulptur, im unteren Bereich, ist der Kopf eines Märtyrers angebracht, dessen Bart sich in Flammen verwandelt, die in Richtung des umgedrehten Kopfes einer Frau aufsteigen und in einen Feuerwirbel aufgehen. Links vom Lichtkanal, der in der Mitte aufsteigt, erscheint der hebräische Buchstabe \"vav\". Unter dem \"vav\" erscheint der Kopf einer Frau mit einem wackeligen Körper, dann ein weiterer Kopf, der umgedreht ist, und eine Hand, die ein Neugeborenes hält und versucht, es zu retten, während von allen Seiten Flammen hervorschießen.</div><div>Die beiden hebräischen Buchstaben lamed und vav, die aus den Flammen auftauchen, haben im Hebräischen den Zahlenwert 36. (30 für das lamed und 6 für das vav). Nach der kabbalistischen Tradition ist die ständige Anwesenheit von 36 Gerechten auf der Erde eine Garantie für dessen Überleben.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eda-2034-77ca-9d24-c1b7dbba68b3"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13ea9-b4c7-7243-a664-04b949b19987",
                    "title": "Monument de la Shoah"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13490-59b5-7312-995e-0dfe8c5557e4"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a13493-07c5-7eb9-95ff-9e09a128ed25",
            "title": "Erste Synagoge",
            "subtitle": "",
            "description": "<div>Die hauptsächlich aus Lothringen und Deutschland stammenden Mitglieder der jüdischen Gemeinde bezogen 1821 in der „Rue du petit séminaire“, dem ehemaligen Zufluchtsort der Nonnen des Ordens des Heiligen Bernhard aus Differdange, um dort ihre Gottesdienste abzuhalten. Die Einweihung und Einsegnung der Synagoge, die Platz für 100 Besucher bot, erfolgten 1823. Nach einer großen Migrationswelle infolge des Deutsch-Französischen Kriegs von 1870 erwies sich schnell als zu klein. Bereits 1876 wurden erste Überlegungen und Schritte zum Bau einer neuer Synagoge erwogen, doch erst im Jahr 1893 wurde der Grundstein für die neue Synagoge gelegt. Die erste Synagoge in Luxemburg war daraufhin noch ein Jahr, demnach bis 1894, in Betrieb.</div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13edf-de67-78f1-a9e2-8f1430a833a0",
                    "title": " Erste Synagoge"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eaa-07f1-772a-a53e-5ad652c97885",
                    "title": " Erste Synagoge"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13493-00f6-72e0-abdd-4f4407dc9d43"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a13494-e18a-70fa-96fb-1bc427402434",
            "title": "Grands magasins Knopf",
            "subtitle": "",
            "description": "In dem Gebäude, in dem 1860 die Eisenwarenhandlung Lassner gegründet wurde, befand sich nach dem Auszug der Firma das Kleider- und Kostümgeschäft Shaaf-Gengler. 1891 wurde die Geschäftsfläche von den 1889 gegründeten \"Grands magasins M. Knopf \" übernommen. Das auf den Verkauf von Stoffen, Teppichen, Gardinen, Kurzwaren, Handschuhen, Strümpfen, Schuhen, Hüten, Dessous und Haushaltswaren spezialisierte Unternehmen war so erfolgreich, dass es sich nach und nach auf 7 benachbarte Gebäude ausdehnte und 80 Mitarbeiter beschäftigte. Die Anordnung der Regale spiegelte die eines Kaufhauses wider, das als Ort für die Lagerung und den Verkauf von industriell gefertigten Produkten angesehen wurde. Ständig wechselnde Auslagen, Rabatte bei allen Gelegenheiten, Verteilung von kostenlosen Straßenbahntickets an die Kunden… \"Die Grands magasins Knopf“ führten eine brandneue Art der kommerziellen Werbung in Luxemburg ein. 1923 wurden die „Grands magasins M. Knopf“ in \"Grands Magasins MALUX\" umbenannt und umstrukturiert, bevor sie sich 1954 aus der hauptstädtischen Handelslandschaft verabschiedeten.",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13ee1-1ff8-7cfe-9046-73b0620ea883",
                    "title": "Grands magasins Knopf"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eaa-56df-7755-9def-e8d6d72956d7",
                    "title": "Grands magasins Knopf"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13494-d5c1-7084-b456-f685233b22f4"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a13495-b2c2-76e5-82db-8278ef664b7a",
            "title": "Levy Au Progrès",
            "subtitle": "",
            "description": "Das Kaufhaus \"Grands magasins au progrès\" hatte im Februar 1938 ihre Türen geöffnet. Das neue Geschäft mit seinen gut beleuchteten Auslagen in großen Fenstern war auf den Verkauf von Stoffen, Gardinen, Teppiche, Seiden und Samt, Tischdecken, Nachtwäsche, Dessous für Männer, Frauen und Kinder, Strümpfe und Socken, Handschuhe und Nähprodukte spezialisiert. Darüber hinaus bot die Herrenabteilung auch Blusen, Krawatten, Sportbekleidung, Schürzen und Berufskleidung an. Die Kurzwaren- und Wollabteilung vervollständigte das gesamte Angebot. Im Dezember 1939 erschien die letzte Anzeige für das Geschäft. Während der Nazi-Besatzung firmierte das Geschäft unter dem Namen \"Kaufhaus Wirtz\" und wurde 1941 vom \"Modehaus Adam Steinebach\" übernommen.&nbsp;<div>In der Nachkriegszeit öffnete Paul Lévy, der Sohn von Sylvain, die Türen des \"Grands magasins au progrès \" wieder. Das Geschäft erfuhr eine tiefgreifende Neuausrichtung, indem es nun nicht nur Damenbekleidung, sondern auch warme Decken für Autos anbot. Bekannt ist das Modehaus auch für seine in den 1960er Jahren veranstaltete Modenschauen, mit denen sie neue Kunden anzulocken versuchte.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13ee2-7605-7cd9-96b4-ec5c9342818c",
                    "title": "Levy Au Progrès"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eaa-8dc4-72ed-8ad5-b2880cc9a16a",
                    "title": "Levy Au Progrès"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13495-aa32-7bf1-996d-ee83d749d30f"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a139bb-86f8-799e-bb32-ef75ac76d75d",
            "title": "Hertz-Jules \"Au petit Louvre \"",
            "subtitle": "",
            "description": "1923 wurde im Haus Nummer 8 ein Geschäft für Männer- und Frauen-Unterwäsche sowie für Berufsbekleidung für Arbeiter eröffnet. Des Weiteren gehörten auch Stoffe, Tischtücher, Handtücher zum Angebot von Samuel Lewkowitz. Der Laden präsentierte sich als Ausstellungsfläche und bot Passanten freien Eintritt. Äußerst innovativ war die zu dieser Zeit eher unübliche Preisausschilderung, die an jedem Artikel angebracht war. Nach dem endgültigen Verkauf 1924 konzentrierte sich das von Jules Hertz übernommene Geschäft nun auf den Verkauf von Aussteuer, Bettwäsche, Hemden und Polohemden für Kinder und Männer, Taschentüchern und Nachthemden, bis es im Zweiten Weltkrieg zwangsenteignet wurde: Nachdem am 28. November noch die letzte Anzeige des Geschäfts erschien, wurde die Firma nach der deutschen Invasion unter dem Namen \"Zum modernen Bekleidungshaus\" von J. Kuschmann und J. Kratzenberg weitergeführt.",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13ee5-053c-7762-8339-d868a035dbf3",
                    "title": "Hertz-Jules \"Au petit Louvre \""
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eaa-ba32-715f-91cf-a5b22053339b",
                    "title": "Hertz-Jules \"Au petit Louvre \""
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a139ba-b619-7d6e-9d94-492b659afeb2"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a139bc-b4a4-7add-bd7a-6a3eae1512f3",
            "title": "Maroquinerie Seckler",
            "subtitle": "",
            "description": "Maroquinerie Seckler, N°13\tDas Lederwarengeschäft „Maroquinerie Seckler“ wurde kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1948, von Eugène Seckler gegründet, der 1912 geboren und 1930 als Luxemburger eingebürgert wurde. Dieses Geschäft war bis 1986 ein Groß- und Einzelhandelsunternehmen für Leder- und Schuhmacherartikel.",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13ee6-3d37-77bd-9427-cd654e651028",
                    "title": "Maroquinerie Seckler"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eab-0968-72cd-a6fc-e8fdd3b12492",
                    "title": "Maroquinerie Seckler"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a139bc-ae2a-7efd-bfe9-8f0fd118f5c7"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a139bd-74d4-784e-8045-b803a216bece",
            "title": "Sternberg Frères",
            "subtitle": "",
            "description": "Das Kaufhaus „Sternberg Frères“, das sich auf der anderen Seite der Straße befand, sind vielen Luxemburgern in Erinnerung geblieben. Das Unternehmen, das sich auf den Verkauf von Haushaltsartikeln, professionellen Küchengeräten, Geschirr, Kristallwaren und Spielzeug spezialisiert hat, wurde 1909 gegründet. Es war eines der führenden Kaufhäuser der Hauptstadt und symbolisierte über Jahrzehnte den Erfolg eines lokalen Familienunternehmens.<div>Nachdem die Firma Sternberg 1913 eine Filiale in Differdange und 1923 in Esch-sur-Alzette eröffnet hatte, nutzte sie 1934 die Gelegenheit, um an einer stark frequentierten Verkehrsader ein Kaufhaus im modernistischen Stil zu errichten. Die auf der Gebäudefassade angebrachte Werbung, die an die Großstädte der damaligen Zeit erinnerte, machte die vorbeilaufende Kundschaft auf zahlreiche edle Produkte aufmerksam, die aus 20 verschiedenen Ländern importiert wurden, darunter sogar Japan.</div><div>Ab dem 25. September 1940 und während der gesamten Besatzungszeit trugen die Warenhäuser \"Sternberg Frères\" den Namen \"Hansa Kaufhaus\". Am 27. November 1944 konnte das beschlagnahmte Geschäft unter dem Namen „Sternberg Frères\" wieder eröffnet werden. Die Familie Sternberg sollte auf Anordnung des Chefs der Zivilverwaltung die verlorenen Grundstücke zurückerhalten. Im Jahr 1959 beschäftigte das Kaufhaus rund 120 Mitarbeiter, von denen die meisten junge Mädchen waren, die in der Verkaufsabteilung arbeiteten. Der Laden, der auch für seine philanthropischen Aktionen bekannt war, wurde schließlich 1988 geschlossen.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13ee8-2c4e-7c84-8ec5-168568ee1d02",
                    "title": "Sternberg Frères"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eab-4469-7491-b286-4f241149a391",
                    "title": " Sternberg Frères"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a139bd-6f30-72fc-8fbd-15862496191a"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a139be-3b98-74d2-aa1d-e4c223da9c47",
            "title": "Palais grand- ducal",
            "subtitle": "",
            "description": "Unter dem französischen Regime wurde das alte Rathaus aus dem Jahr 1572 als Präfektur, dann als Regierungshaus genutzt. Erst ab 1890 fungierte der Großherzogliche Palast ausschließlich als vorübergehende Residenz des Großherzogs während seiner Aufenthalte in der Hauptstadt.<div>Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde hatten bereits 1795 dank der Französischen Revolution ihre Bürgerrechte in Luxemburg erhalten. 1815 wurde das Großherzogtum durch den Vertrag von Wien in eine Personalunion mit Wilhelm I. von Oranien-Nassau überführt. Der König der Niederlande war also nun auch Großherzog von Luxemburg. Im 19. Jahrhundert war die junge jüdische Gemeinde stark mit dem König-Großherzog verbunden, da die Familie Oranien-Nassau schon seit Jahrhunderten und bereits lange vor der Französischen Revolution dem Judentum gegenüber eine offene Haltung eingenommen hatte. Der Achtzigjährige Krieg (1568-1648) hatte den Geist der religiösen Toleranz bei den Niederländern verankert. Die Vereinigten Provinzen nahmen viele französische Protestanten und politische Gegner auf, ebenso wie spanische Juden. Bereits 1597 war der jüdische Glaube in Amsterdam erlaubt, wo der Handel die Gleichgültigkeit gegenüber der Konfession der Kundschaft notwendig machte. Als Strategie für das religiöse Zusammenleben wurde also eine strikte Trennung von öffentlicher und privater Sphäre verfolgt. Dieses Modell der friedlichen religiösen Koexistenz wurde von den Königen und Großherzögen von Luxemburg gefördert. Artikel 41 der Königlich-Großherzoglichen Verordnung vom 12. Oktober 1841 über die Staatsverfassung für das Großherzogtum Luxemburg verkündete die Gleichheit aller Luxemburger vor dem Gesetz und betonte, dass diese Gleichheit ohne Unterscheidung der Konfession, des Ranges oder der Geburt erreicht werden sollte. Die Verordnung erkannte die Glaubensfreiheit und die Freiheit der Religionsausübung an. Der Oberrabbiner leistete als Vertreter der Juden in Luxemburg einen Treueeid auf den Souverän, der ihn offiziell in sein Amt einführte.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eea-3b34-7222-8830-725730c215bc",
                    "title": " Palais grand- ducal"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eab-8576-7a6a-ace4-6227c1a1b2c4",
                    "title": " Palais grand- ducal"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a139be-377d-7b02-84ac-3a3d74bbf019"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a139bf-21cd-76a7-8ae0-dc672cdf9dcb",
            "title": "Au Palais de l'habillement",
            "subtitle": "",
            "description": "In den frühen 1920er Jahren besaßen Gustave Nussbaum (1868-1929) und seine Frau Hélène Kleinberg (1869-1950) den \"Kleidungspalast\" in der Rue du Marché-aux-Herbes. Das Geschäft für Männer, Frauen und Kinder hatte Berufs-, Freizeit-, Urlaubs- und Sonntagskleidung im Angebot. Einer der Söhne des Ehepaars Nussbaum, Albert, ging in die Geschichte ein, weil er während des Krieges durch seinen Mut Hunderte Menschenleben rettete. Neben seiner Mitgliedschaft im „Consistoire israélite“ (dessen Präsident er 1940 werden sollte), war er Schatzmeister der Jewish Refugee Aid Society ESRA, einem Verein, der Tausenden von Juden, die vor den Verfolgungen in Nazideutschland flohen und in Luxemburg vorübergehend Zuflucht fanden, Hilfe leistete. Nussbaum war direkt an der Organisation der Abreise von Flüchtlingen nach Lissabon beteiligt, die ein Visum zur Auswanderung über den Atlantik erhielten. Die Exilregierung ernannte ihn zum \"Kommissar für die Auswanderung der jüdischen Bevölkerung Luxemburgs\" und das \"Jewish Joint Distribution Committee\" machte ihn zum Leiter eines Auswanderungsbüros in Lissabon. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog Albert Nussbaum nach New York.",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eec-7194-7d24-bf93-64252df6c545",
                    "title": "Au Palais de l'habillement"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eab-b029-7e6d-927f-5a573c4da843",
                    "title": "Au Palais de l'habillement"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a139bf-1573-7884-8c93-155fb9e02bd2"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a139bf-cd1c-7d4a-a38e-9a9467b32454",
            "title": "Louis Ferdinand Fix",
            "subtitle": "",
            "description": "<div class=\"\">Das Gebäude an der Ecke zwischen der Rue de la Boucherie und dem Marché aux Herbes ist das ehemalige Hotel der Familie Nicolas Jolliot, einem Justiziar aus dem 17 Jahrhundert. Nach vielen Besitzerwechseln und aufeinanderfolgenden Umbauten (1731) ging das Gebäude 1838 in die Hände von Moïse Bernard Fix und seiner Frau Merlé (geb. Godchaux, eine Pionierfamilie der Textilindustrie in Luxemburg) über.</div><div>Das Ehepaar führte an diesem Ort fortan ein Bettwarengeschäft. Emilie Godchaux war die Schwester von Pinhas Godchaux (1771-1851), Vorsteher der Synagoge, später Präsident von die jüdische Gemeinde in Luxemburg. Zwei ihrer Söhne zeichneten sich durch eine erfolgreiche militärische Karriere aus: Nachdem Louis Ferdinand in der deutschen Kriegsmarine gedient hatte und dann in die belgische Handelsmarine eintrat, lernte er den in New York exilierten Garibaldi kennen, mit dem er sich anfreundete. Als Garibaldi nach Italien zurückkehrte, schloss sich Louis Ferdinand ihm an und nahm an zahlreichen Schlachten teil, bevor er bei Volturno verwundet wurde. Von König Viktor Emanuel dekoriert und geadelt, beendete er den Krieg als Kommandeur eines Eliteregiments.</div><div>Seine Verbundenheit mit den menschlichen Werten führte ihn dann in die Vereinigten Staaten, wo er sich für die nordische Sache einsetzte. Aufgrund seiner bisherigen Verdienste wurde er zum Hauptmann eines Regiments in Ohio ernannt. Nach einer Verwundung kehrte er in den Dienst zurück und erlangte den Rang eines Generalmajors. Er ist auf dem Militärfriedhof Arlington begraben. Henri-Constant trat 1846 in die belgische Armee ein und beendete seine Karriere als Generalleutnant. 1854 verkaufte Gutschlick Godchaux, Leinenfabrikant in Schleifmühl und Vertreter des Ehepaars Fix-Godchaux, das sich inzwischen in Brüssel niedergelassen hatte, das Grundstück an der Ecke rue de la Boucherie und rue du Marché-aux-Herbes an François Lentz, Bäckermeister, und seine Frau Marguerite Funck. Ihre Initialen sind noch an der Fassade zu lesen. Seit dieser Zeit trägt das Gebäude den Namen \"Lentzen Eck“.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eed-ddae-7a9d-8e79-bf2a73243004",
                    "title": "Louis Ferdinand Fix"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eab-f170-74fd-ab5b-82450ff9542b",
                    "title": "Louis Ferdinand Fix"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a139bf-c484-7d07-9254-6979b11ebc48"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a139c2-5dd1-7076-9169-a425a31313ea",
            "title": "Hertz-Grunstein",
            "subtitle": "",
            "description": "Seit 1922 gehörte das Haus Jenny Hertz-Grunstein zu den großen Einzelhändlern der Stadt und bot Kollektionen von Pelzen, Plissees, Boas, Ärmeln und Mänteln an. Der Laden verfügte über gesonderte Kühlschränke für die Lagerung von Fellen und Mänteln. Das an der Ecke der Rue du Fossé und der Grand'Rue untergebrachte Geschäft wurde an der Stelle des ehemaligen \"Strumpfhauses Mignon\" errichtet, als die „Rue du Fossé“ verbreitert wurde. 1932 wurde das Pelzgeschäft \"Jenny\" an seiner alten Adresse in einem beliebten Neubau als \"Dokument neuzeitlicher Baukunst\" und \"Beweis luxemburgischer Leistungsfähigkeit\" feierlich wiedereröffnet. Dieses Gebäude, wie auch das \"A la Bourse\"-Gebäude auf der gegenüberliegenden Seite, die Sternberg-Kaufhäuser, das Bekleidungshaus Meta-Brahms und das des Optikers Berg, zeugten von dem Wunsch, an stark frequentierten Kreuzungen des Stadtzentrums modernistisch angehauchte Gebäude mit dem umgebenden historischem Erbe zu kontrastieren. Ziel war es, den innovativen Charakter der Bauherren zu unterstreichen, zumal diese Gebäude das Know-how und die Qualität der von den luxemburgischen Stahlunternehmen \"ARBED\" und \"Paul Wurth\" hergestellten Metallgerüste repräsentierten. Die Entscheidung, diesen architektonischen Modernismus mit Bauhaus-Elementen, der horizontalen Linien und offenen, abgerundeten Ecken betonte, zu bevorzugen, war bewusst getroffen worden. Die jüdischen Familien, die diese modernistischen Gebäude errichten liesen, demonstrierten damit ihren Widerstand gegen das Naziregime, das 1933 gerade die Bauhausschule in Deutschland geschlossen hatte.<div>1936 erwarb Arthur Hirschberger das Grundstück Hertz-Grunstein und eröffnete dort das „Bekleidungsgeschäft Hirschberger“. Nach der Invasion wurde das Hirschberger Anwesen von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und ab dem 17. Oktober 1940 als \"Landeshaus des Volksdeutschen Bundes\" genutzt. Abscheuliche Terrorakte und Folterungen gegen Widerstandskämpfer wurden in den Räumlichkeiten des ehemaligen Geschäfts verübt. Nach dem Sturz des Naziregimes konnte Hirschberger im Dezember 1945 das Geschäft wieder übernehmen; er führte das Bekleidungshaus bis 1973.</div><div>1936 wurde vor den Sternberg-Kaufhäusern an der Ecke Rue du Fossé / Rue du Curé das Pelzgeschäft \"Jenny\" eingerichtet. Das Geschäft wurde im September 1940 beschlagnahmt und von Rosa Arendt unter dem Namen \"Pelzgeschäft Jenny\" weiterbetrieben. Jenny Grunstein hatte in New York Zuflucht gefunden. Am 27. April 1946 konnte die Familie N. Hertz-Grunstein ihr Eigentum zurückerhalten und ihr Pelzgeschäft im gleichen Jahr wieder eröffnen.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13ef0-6cd6-7a9f-a12d-0b318b3789d8",
                    "title": " Hertz-Grunstein"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eac-2eff-73f3-afbf-ea0688e560f4",
                    "title": "Hertz-Grunstein"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a139c2-56b9-7b60-b560-8434e94a4ac6"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a139c3-b854-7f30-b07d-861c4d8404c4",
            "title": "Maison Moderne",
            "subtitle": "",
            "description": "Die „Maison Moderne“ wurde 1913 im Auftrag des Bauunternehmers Jean-Pierre Michels vom Architekten Georges Traus geplant und errichtet. Das gleichnamige, von Louis Cohen betriebene Bekleidungsgeschäft, das sich an der Ecke Côte d'Eich / Grand'Rue befand und dessen Eröffnung mit der Einweihung  der Straßenbahnlinie nach Eich koinzidierte, war eines der größeren Kaufhäuser der Stadt.&nbsp;<div>Das Gebäude befand sich in bester Stadtlage und lenkte den Verkehr der ersten Einkaufsstraße der Stadt und des Hauptbahnhofs in den Norden der Stadt. Das auf die breite Masse ausgerichtete Kaufhaus sollte durch seine architektonische Inszenierung das Bemühen um Produktqualität unterstreichen, um sich von den oft in provisorischen Räumlichkeiten eingerichteten Lagerflächen, die man vor allem in Bahnhofsnähe finden konnte, abzuheben. Dieses \"Kaufhaus\" mit 350m2 Geschäftsfläche pro Etage sowie seinem Damenlesesaal war nicht nur ein Symbol des gesellschaftlichen Wohlstandes, sondern vor allem ein Ort der Selbstdarstellung des Marktes. Die großen Schaufenster im Erdgeschoss nutzten bewusst die zum Träumen einladende Atmosphäre und machten das Geschäft zu einem regelrechten „Traumort“. Nachdem es 1940 beschlagnahmt wurde, hieß das Geschäft \"Modernes Kaufhaus\", bis es nach dem Krieg wieder in Betrieb genommen wurde. 1953 übernahm die auf Unterwäsche und Strumpfwaren spezialisierte \"Maison Moderne\" die Kollektivgesellschaft und den Firmennamen der \"Maison Moderne, Louis Cohen, Thécla Ermann und Fred Brahms, Succ\". Fred Brahms, Sohn des Kaufmanns Louis Brahms, hatte es geschafft, während des Nazi-Einmarsches in Luxemburg nach Brasilien zu fliehen. Nach dem Krieg kehrten Fred Brahms und seine Frau Irene Sommer jedoch wieder in das ihnen vertraute Land zurück.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13ef1-8a15-7bb3-9c21-052e85ae2501",
                    "title": "Maison Moderne"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eb0-5d2e-7001-924b-ccd97d834ebd",
                    "title": "Maison Moderne"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a139c3-b47b-7246-8232-9862f5b6cad8"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a139c4-ad24-7579-b99c-351431a055bf",
            "title": "Magasin de chaussures Gilly",
            "subtitle": "",
            "description": "Zu Beginn des 19. Jahrhunderts fanden in der heutigen „Maison de l'Europe“ Theateraufführungen statt. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts war das Haus mit Arkaden versehen, wie man sie auch unten in der Rue de la Boucherie fand. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts beherbergte das Gebäude mit der bemerkenswerten Doppeltür den Tanzsaal der Stadt.<div>Nach seiner Tätigkeit in der \"Haennschefabrik\" (Handschuhfabrik) gründete der am 6. November 1880 in Dalheim geborene Guillaume Salomon, genannt Gilly, im Jahr 1921 ein Schuhgeschäft unter eigenem Namen. Am 24. August 1927 wurde zusammen mit den beiden Brüdern seiner Frau Rose, Jules und Fred Lieblich, eine \"Kollektivgesellschaft\" mit dem Namen \"Schuhaus Gilly Salomon, Jules und Fred Lieblich\" gegründet. Rose, Williams Frau, Juda-Jules und Fred wurden in Andrychrow, Polen, geboren. Im Jahr 1935 nahmen die beiden Brüder die luxemburgische Staatsbürgerschaft an. Während des Einmarsches der Nazis in Luxemburg flüchteten die Familien Salomon nach Portugal. Sie verließen Lissabon und kamen am 25. April 1941 an Bord der SS Nyassa in New York an. Gilly starb am 24. Juli 1944 in Tel Aviv. Auf Wunsch ihrer Brüder war Rose Salomon die erste, die 1946 nach Luxemburg zurückkehrte und das Familiengeschäft wieder aufnahm. Später verkauften Rose und Jules ihre Anteile an ihren Bruder Fred und die Familie führte das Geschäft unter dem Namen Gilly bis 2006 weiter.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a1451b-17f9-77a5-ba49-a075253cd48a",
                    "title": "Magasin de chaussures Gilly"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eb0-9781-7556-b017-0337519a69e2",
                    "title": "Magasin de chaussures Gilly"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a139c4-a92e-70a4-9ba7-70dd254cb6ce"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a139c6-1f73-721a-8845-44e183487fab",
            "title": "Au drapeau luxembourgeois",
            "subtitle": "",
            "description": "<div class=\"\">Das Geschäft für Stoffe, Berufsbekleidung, Kinderkostüme und Mäntel wurde 1880 in Rümelingen gegründet. Nathan Kahn (1845-1925) und Pauline Bermann hatten ihr Geschäft \"Au drapeau luxembourgeois\" 1882 am Place du Puits Rouge / Côte d'Eich eröffnet. Ihr Sohn Max hatte 1918 ebenfalls eine Filiale an der Place de Paris aufgemacht. Dieses Geschäft wurde erst im Jahr 2003 geschlossen. Das Geschäft an der Place de Paris blieb im Besitz von René Bermann, der sich dem Widerstand angeschlossen hatte und in der Piron-Brigade diente. Das im Rahmen der „Rassengesetze“ zwangsenteignete Geschäft beim Puits Rouge / Côte d'Eich wurde unter der Okkupation in \"Kaufhaus Gute Ecke\" umbenannt. Im Jahr 1947 übernahm Nic Theisen das Geschäft unter dem ursprünglichen Namen \"Au drapeau luxembourgeois\" bis 1950. Das Gebäude wich dem heutigen Bau aus dem Ende der 1950er Jahre.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a1451b-e73a-7ee7-9d5c-89bef4f7edde",
                    "title": "Au drapeau luxembourgeois"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eb0-d6a7-7c90-8b1a-20dc5e14ed97",
                    "title": "Au drapeau luxembourgeois"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a139c6-1b75-7d75-bc07-e6c198dc30ba"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a139c6-ba24-7e05-9822-7c9364fb618a",
            "title": "Maison Jacob Israel",
            "subtitle": "",
            "description": "1885 hatte Jacob Israel (1855-1924) sein Groß- und Einzelhandelsgeschäft für Leder und Häute \"J. Israel\" gegründet. 1912 bat er den Architekten Georges Traus, der sich vor allem durch die Gestaltung von Denkmälern zu Ehren der Dichter Edmond de la Fontaine/Michel Lentz und des Komponisten Laurent Menager hervorgetan hatte, in der Grand'Rue ein Jugendstil-Haus für seine Handelsaktivitäten zu bauen. Im Jahr 1916 wurde Israel der erste Präsident des Gerberverbandes in Luxemburg. Er spezialisierte sich auf den Verkauf von Leder für die Herstellung von Schuhen und Riemen für Maschinen. Als er 1924 starb, übernahm sein Sohn Alfred das Geschäft.<div>Auf der Flucht vor dem Herannahen der Nazis fand Alfred Israel 1940 Zuflucht bei seiner Schwester Alice Gans-Israel in New York. Dort hatte sie sich bereits 1938 niedergelassen. Nach dem Ende des Krieges konnte Alfred Israel sein altes Geschäft übernehmen. Er betrieb es bis Ende der 1950er Jahre.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a1451c-9d9f-721e-baa7-4a30297c4ed2",
                    "title": " Maison Jacob Israel"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eb2-0bc4-7511-a955-abc9af04b141",
                    "title": "Maison Jacob Israel"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a139c6-b79b-71a0-955e-b92dd9593011"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a139c8-1e47-7b7f-bcc3-b491ea39a118",
            "title": "Louis Brahms",
            "subtitle": "",
            "description": "An dieser Adresse eröffneten Louis Brahms und seine Frau Ida Ermann 1913 \"Luxemburgs grösstes Spezialhaus für Damen-und Mädchenkonfektion\". Das Geschäft bot dem Passanten eine 31 Meter lange Fassade mit nicht weniger als 8 Vitrinen und drei Ausstellungsebenen, ein extravagantes, ganz nach Brahms Geschmack gestaltetes Interieur, das bis 1987 erhalten blieb. Jede Etage war für eine andere Bekleidungsabteilung vorgesehen, entweder für Berufs-, Gala- oder Partykleidung, Uniformen, Freizeitkleidung oder Altarwäsche.<div>Ludwig Abraham, der 1903 aus Deutschland kam, hatte sein Geschäft \"Spezial Damen-Confections-Haus Louis Brahms\" in der Rue du Fossé in der Nähe des Knuedlers (Maison Lafontaine) eröffnet. Die Pässe von Louis Brahms und seinen Nachkommen wurden damals noch auf den Namen Abraham, genannt Brahms, ausgestellt. Erst 1948 wurde ihr rechtlicher Name zu Brahms umgeändert. Im Jahr 1905 zog Brahms in die Grand'Rue, bevor er sich schließlich an der Kreuzung Rue des Capucins / Grand'Rue niederließ.</div><div>Die letzte Anzeige des Geschäfts erschien am 1. Mai 1940. Am Morgen des 10. Mai 1940 floh Meyer Abraham, genannt Max Brahms, Sohn von Louis Abraham, mit seiner Familie über Belgien nach Limoges. Louis Abraham, seine Schwiegertochter und sein Sohn wurden im April 1944 in dem Dorf Eymoutiers (Haute-Vienne) verhaftet, wo sie es geschafft hatten, den Krieg zu überleben. Sie wurden von der SS als Vergeltung für Aktionen der französischen Résistance gegen die Besatzer verhaftet und über Drancy nach Auschwitz geschickt. Das bewegliche und unbewegliche Vermögen der Brahms war in Luxemburg vom Leiter der Zivilverwaltung als \"Judeneigentum\" beschlagnahmt worden. Vom 3. September 1941 bis zur Befreiung hieß das Geschäft \"Wiener Modehaus- Fachgeschäft für Damen Mädchen &amp; Knabenoberbekleidung\".</div><div>Max Brahms hatte sich daraufhin entschlossen, sich den belgischen und britischen Alliierten anzuschließen: Er meldete sich als Freiwilliger in der Fallschirmstaffel und gehörte zur Kerngruppe der Luxemburger, die an der militärischen Aktion gegen die Nazis beteiligt waren und später die luxemburgische Nachkriegsarmee betreuten.Ludwig Abraham, der 1903 aus Deutschland kam, hatte sein Geschäft \"Spezial Damen-Confections-Haus Louis Brahms\" in der Rue du Fossé in der Nähe des Knuedlers (Maison Lafontaine) eröffnet. Die Pässe von Louis Brahms und seinen Nachkommen wurden damals noch auf den Namen Abraham, genannt Brahms, ausgestellt. Erst 1948 wurde ihr rechtlicher Name zu Brahms umgeändert. Im Jahr 1905 zog Brahms in die Grand'Rue, bevor er sich schließlich an der Kreuzung Rue des Capucins / Grand'Rue niederließ.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a1451d-f19d-7e80-b488-e45568f5541d",
                    "title": " Louis Brahms"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eb2-4298-741a-afc2-7b7970062bec",
                    "title": "Louis Brahms"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a139c8-169c-7258-97c9-09fc898bb92c"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a139c8-f7c8-7ad8-abb8-a49e3caf9629",
            "title": "Etam",
            "subtitle": "",
            "description": "Der deutsche Unternehmer Max Lindemann hatte das Strumpfhaus Meyer in Chemnitz geleitet, bevor er 1916 das Strumpfhaus Etam gründete. Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung und den Vertrieb von synthetischen Strümpfen und Damenunterwäsche spezialisiert. Die Produkte wurden aus Etamin hergestellt, ein durchsichtiges Material, das den Namen seiner Marke \"Etam\" inspirierte. Das Unternehmen war sofort bestrebt, Niederlassungen in verschiedenen Ländern zu gründen. Im Jahr 1931 wurde die luxemburgische Firma ETAM gegründet, dessen erste Besitzerin Emile Pauly wurde. Die Firma zog in die Grand'Rue und stellte ab 1933 Mitarbeiter ein. Das Unternehmen zeichnete sich durch einen großen Erfolg aus, der 1940 sogar in der damaligen Presse gewürdigt wurde.<div>Nach der Beschlagnahmung des Betriebes durch den Leiter der NS-Zivilverwaltung wurde das Unternehmen von Paul Knoch übernommen. Im April 1945 konnte der Vorstand des Unternehmens wieder zusammentreten, um die Bilanzen von 1940 bis 1945 abzuschließen und wieder auf Kurs zu kommen. Das Geschäft, das Pullover, Kleider und Socken für eine ausschließlich weibliche Kundschaft verkauft, zeichnete sich ab 1961 mit einer großen Schaufensterauslage aus, die in ihrer Art einzigartig in Luxemburg ist. Diese Anordnung ermöglichte es, die Außenseite der Straße mit der Innenseite des Geschäfts verschmelzen zu lassen, um den Kunden ins Innere des Geschäfts zu locken. Das Mode-, Dessous- und Bademodengeschäft ist in Luxemburg (unter dem Namen \"Miss-Etam\") auch heute immer noch mit verschiedenen Filialen präsent.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a1451f-07fa-7335-b56b-604e83dd94bd",
                    "title": "Etam"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eb2-89b2-7073-ba83-0abecdf67df1",
                    "title": " Etam"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a139c8-f34c-7a02-8ff4-581f48aad324"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a139c9-c6cd-7f5a-a72a-c80916f0933f",
            "title": "A la Bourse",
            "subtitle": "",
            "description": "Das Kaufhaus \"Magasins A la Bourse\" für Stoffe, Wolle und Seide, Draperien und Strickwaren mit Kollektionen von Mänteln und Hemden, war 1923 an der Kreuzung Grand'Rue / Rue du Fossé eröffnet worden. Der Bau der Gebäude \"A la Bourse\" (1934) und Sternberg (1935) ist Teil eines größeren Bauunternehmens, das eine direkte Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und der „Cote d’Eich“ plante. Im Rahmen dieser baulichen Maßnahmen seine rechte Seite auf dem Abschnitt Rue du Curé und Place du puits Rouge. Im Jahr 1932 hatte der Architekt Léon Leclerc dieses Projekt im \"Bauhaus\"-Stil für Levy-Lodner, der im Jahr 1937 Berater des „consistoire israélite »<div>war, entworfen. Im Jahr 1940 ging \"A la Bourse\" in Konkurs und nahm den Namen \"Kaufhaus zur Börse\". Das Bekleidungsgeschäft \"An der Börse\" war nach dem Krieg von seinem ursprünglichen Besitzer wieder übernommen worden. 2012 wurde das Geschäft geschlossen.&nbsp;&nbsp;</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a14520-762a-7923-b7ff-58ea074bbaad",
                    "title": "A la Bourse"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eb7-ec7e-75f9-853b-c8a8d16c49ae",
                    "title": "A la Bourse"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a139c9-c33d-747d-8917-90881b174a8b"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a13e9e-2807-727f-92cb-e77bd6bfe3cb",
            "title": "Abraham Rouff",
            "subtitle": "",
            "description": "Das Gebäude, das die Ecke der Grand'Rue mit der Rue des Capucins bildet, wurde 1802 erbaut. Das Haus existiert noch immer, ohne dass es zu viele große Veränderungen erhalten hat. Abraham Rouff, 1811 in Saarlouis geboren, hatte sich 1850 als Kaufmann in Mersch niedergelassen. 1862 eröffnete er ein \"Ellenwaren-Geschäft\" an der Kreuzung der Grand'Rue/ Rue Philippe II. Im Jahr 1877 wurde das Geschäft an der Kreuzung Grand'Rue/ rue des Capucins aufgemacht. Ab 1881 wurde das Unternehmen unter dem Namen A. Rouff Leib-Rouff weitergeführt. Es wurde um eine Näherei erweitert und war auf die Herstellung und den Verkauf von Gardinen, Vorhängen und Stoffen spezialisiert. Im Jahr 1902 stellte das Unternehmen seine Tätigkeit ein.",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a14521-72c4-7a44-b8df-83793ca13664",
                    "title": "Abraham Rouff"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eb7-a03d-723e-bc68-db9086e397cb",
                    "title": "Abraham Rouff"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13e9e-2124-7ea0-bb16-be2ade55fa9e"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a13e9f-4239-71f4-8e9d-d6726332db65",
            "title": "Meta-Brahms",
            "subtitle": "",
            "description": "Die Ursprünge des Mode- und Hutgeschäfts Meta Brahms gehen auf das Jahr 1910 zurück. Das von Pauline Ermann gegründete Unternehmen eröffnete 1911 an der Place du Puits Rouge das Mode- und Hutgeschäft Meta-Brahms, dessen Angebot sich an Männer, Frauen und Kinder richtete.<div>1914 heiratete Maurice Blau Pauline Ermann, die Schwester von Ida Ermann, der Frau von Louis Abraham, dem Besitzer des Louis-Brahms-Ladens. Der Name Meta Brahms lässt sich durch die Anlehnung an den Namen der Schwester von Louis Brahms erklären. Das Ehepaar betrieb das Hutmodengeschäft für Damen, Herren und Kinder gemeinsam. Das Hutgeschäft Meta-Brahms hatte bald großen Erfolg, was sich sowohl in der Rekrutierung von überwiegend weiblichem Personal niederschlug als auch in den neuen Räumlichkeiten an der Kreuzung Grand'Rue/Avenue de la Porte Neuve widerspiegelte. Das Gebäude wurde von einem Metallgerüst gestützt, das von den Werkstätten des luxemburgischen Stahlunternehmens ARBED bereitgestellt wurde. Auch deshalb wurde das im modernistischen Stil errichtete und mit Flachdach ausgestattete Konstrukt von der Vereinigung der luxemburgischen Ingenieure als eine technische Meisterleistung gewürdigt.</div><div>Im April 1940 erschien die letzte Anzeige zu den neuen Hutkollektionen. Das Geschäft, das nach der Zwangsenteignung den germanisierten Namen \"Hutpalast\" trug, wurde von Maria Kohl geführt. Gleichzeitig begann eine Periode alltäglichen Terrors für die Angestellten: \"Juden werden nicht bedient\" stand in den Schaufenstern dieses Geschäfts, das einst von einer jüdischen Familie gegründet wurde und ihr rechtmäßig auch immer noch gehörte. \"Unser Gruss ist Heil Hitler\" stand nicht nur in den Ladenfenstern, sondern wurde auch von den Verkäuferinnen explizit als Begrüßung gefordert. Nach der Befreiung wurde Maria Kohl mit einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Francs für seine Kollaborationshandlungen mit dem Besatzer belegt. Es wird angenommen, dass Paul Blau im Konzentrationslager Buchenwald gestorben ist.</div><div>Im Jahr 1950 übernahm Charles Brahms, Sohn des Kaufmanns Louis Brahms, das von seiner Tante gegründete Geschäft Meta Brahms. Der Laden verkaufte Armbänder, Halsketten und Schals aus Wolle und Seide. Zum Zeitpunkt der Invasion war es Brahms gelungen, Luxemburg zu verlassen und von Lissabon aus mit dem Schiff in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Voller Zuversicht in Luxemburg kehrte er schließlich in sein Heimatland zurück, um ein neues Leben zu beginnen. Das Geschäft stand bis Mitte der 1970er Jahre in der Grand'Rue.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a14522-b4e3-7f9b-8836-4770fd68f275",
                    "title": " Meta-Brahms"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eb7-50ac-78b7-9265-35da6dd0136f",
                    "title": "Meta-Brahms"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13e9f-3f21-75d3-a474-4ffc30b9400f"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a13ea0-1526-7ed9-bcaf-39295885b8aa",
            "title": "Bourse de Luxembourg",
            "subtitle": "",
            "description": "An der Avenue de la Porte Neuve befand sich von 1929 bis 2014 der Hauptsitz der Luxemburger Börse. Das noch vorhandene Gebäude wurde 1969 erbaut. Im Januar 2014 zog die Luxemburger Börse von diesem Standort an ihre aktuelle Adresse am Boulevard Joseph II.<div>Nach dem Zweiten Weltkrieg und infolge der Zerstörung der ehemaligen Synagoge durch die Nationalsozialisten wurde im ehemaligen Börsengebäude ein vorübergehendes Oratorium eingerichtet. Dort tagte ein provisorisches Konsistorium unter dem Vorsitz von Cerf Israel (1945-1946). Die Geschichte der Luxemburger Börse ist wiederum eng mit der Person von Edmond Israel (1924-2011) verbunden, der von 1997 bis 2011 als luxemburgischer Gouverneur im Vorstand der ASEF (Asia-Europe Foundation) saß.</div><div>Der Krieg hatte ihn gezwungen, sein Gymnasialstudium an der Athénée de Luxembourg zu unterbrechen. Nach der Invasion floh seine Familie nach Belgien, Frankreich, Marokko und ließ sich schließlich in New York nieder. 1945 kehrte er nach Luxemburg zurück und trat nach seinem Abitur in den Dienst der Banque Internationale de Luxembourg. Er beendete seine Karriere dort als Generaldirektor. 1970 wurde Israel Gründungsmitglied der Verrechnungsfirma CEDEL, die auch die Edmond Israel Foundation gründete. Die Stiftung  hat sich vor allem die Unterstützung und Förderung kultureller, wissenschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Aktivitäten auf die Fahne geschrieben. Von 1989 bis 1996 war er Vorsitzender der Luxemburger Börse, deren Ehrenvorsitzender er auch werden sollte.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a14523-a0b3-752f-8db6-96120266ab5a",
                    "title": "Bourse de Luxembourg"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eb7-16fc-73dd-9c5e-efa83185a6dc",
                    "title": " Bourse de Luxembourg"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13e9f-de6d-777e-a3cf-8bcffc8530d9"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a13ea0-9cb8-76ae-aed3-22eb066d0f9e",
            "title": "Victoria House",
            "subtitle": "",
            "description": "Das Gebäude, das die Ecke zwischen Avenue de la Porte Neuve und Grand'Rue bildet, wurde 1917 während des Ersten Weltkriegs errichtet. Es wurde im August 1919 eingeweiht und erhielt den Namen \"Victoria House\". Hans Guggenheim führte dort im Auftrag der Familie Lucien Cahen und Berthe Goetschel das Tabakgeschäft. Cahen hatte sein Geschäft für den Verkauf von Tabak, Zigarren und Zigaretten bereits 1881 in der Rue Philippe II gegründet. 1910 gründeten seine Söhne Fernand und Marcel Cahen die Firma \"F.&amp; M. Cahen\" (mit Sitz in der Grand’Rue), die sich auf die Herstellung und den Verkauf von Tabak und Zigaretten spezialisierte. Für die architektonische Planung war der Architekt Léon Bouvart verantwortlich, der auch schon den Entwurf für das „Victoria Haus“ (dessen Baumeister Marcel Cahen war) ausgearbeitet hatte. Die hauseigenen Zigaretten \"Cachet rouge\", \"Cachet bleu\", \"Cachet blanc\" waren in den 1930er Jahren sehr beliebt. Im April 1941 erwarb die von Heintz van Landewyck und Fixmer d'Ettelbruck gegründete Firma \"Rotsiegel\" erwarb die von der nationalsozialistischen Besatzungsmacht beschlagnahmte Fabrik. Einen Tag nach der Befreiung der Hauptstadt, am 1. Oktober 1944, konnte Marcel Cahen die Leitung seines ehemaligen Unternehmens wieder übernehmen. Im Jahr 1946 wurde das Unternehmen von der Tabakfabrik \"Heintz van Landewyck\" endgültig erworben.<div>Marcel Cahen (1887-1949) ging als erster jüdischer Abgeordneter in die (politische) Geschichte Luxemburgs ein. Luxemburger (1922-1940). Cahen wurde erst zum Stadtrat, dann zum Schöffen der Stadt Luxemburg (1921-1940) gewählt. Beide Mandate endeten, als die Nazis ab 1940 Luxemburg okkupierten. Von 1933 bis 1940 war Marcel Cahen ebenfalls Präsident der jüdischen Gemeinde in Luxemburg. Der „Boulevard Marcel Cahen“ in Luxemburg erinnert heute an ihn.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a14524-b50f-721d-aca0-f047e383695b",
                    "title": "Victoria House"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eb6-d718-7354-9455-616e6ad90686",
                    "title": "Victoria House"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13ea0-9849-7c08-b048-962bdd417bbb"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a13ea2-20c9-737e-bceb-6f749501d0db",
            "title": "Juddepuert / Juddegaass",
            "subtitle": "",
            "description": "Frühere Generationen nannten den Teil der Grand'Rue zwischen der Rue Philippe II und dem Boulevard Royal \"Juddegaass\" (rue des Juifs). Der Name, der seit 1561 urkundlich bezeugt ist, geht auf das alte Stadttor zurück, das bereits 1376 erwähnt wurde. Alternativ  trug es auch den Namen \"Porte des Juifs\". Der Haupteingang der Stadt durch die dritte Ringmauer verband Luxemburg mit Arlon und Longwy. Die ehemalige Kaserne von Le Piquet, die bis 1913 zwischen der rue Beck, rue Aldringen und Grand'Rue existierte, wurde im Volksmund als Juddekasär bezeichnet.<div>Eine jüdische Präsenz in diesem Teil der Stadt kann bis 1367 zurückverfolgt werden. Der Name des jüdischen Tores geht auf die Existenz eines alten jüdischen Friedhofs vor der Stadt zurück. Die \"Juddepuert\" wurde 1644 geschlossen, kurz nach der Eröffnung der Porte Neuve, die nun als einziger Zugang zur Oberstadt diente. Zunächst unter Auflagen geduldet, wurden die Juden 1391 aus Luxemburg vertrieben und so verließen sie das Land nach der Eingliederung Luxemburgs in die burgundischen Niederlande (1443) endgültig. Erst am Tag nach der Französischen Revolution (1795) kehrten sie nach Luxemburg zurück.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a14525-777e-7a77-ba57-0578b1224721",
                    "title": "Juddepuert / Juddegaass"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eb6-1f60-7c76-8b84-853af5b7a924",
                    "title": "Juddepuert"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13ea2-1130-7b1a-9fc4-7001dd52fe5a"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a13ea2-e12d-729b-8628-79b002e5a6e5",
            "title": "Nouveau Paris",
            "subtitle": "",
            "description": "An der Kreuzung der Grand'Rue und der Rue Philippe II befindet sich eine Stahlkonstruktion aus dem Jahr 1913. Es beherbergte das ehemalige Geschäft \"Au Nouveau Paris\". Die Ursprünge dieses Etablissements gehen auf die Gebrüder Putz zurück, die im Jahr 1874 am Krautmarkt ein Geschäft für Fahnen, Kleidung, Uniformen und Maßkonfektion eröffneten. 1894 zieht das von Emile Alexandre übernommene Geschäft in die Grand-Rue Nr. 37 um und bietet seinen Kunden ein breit gefächertes Sortiment an Wäsche und Dessous, Aussteuer, Schürzen, Herren- und Jungenhemden, eine Strumpfwarenabteilung, Leinwände und Korsetts an. Sowohl der Verkauf von Fabrikprodukten zu Festpreisen und deren Auszeichnung als auch der freie Eintritt in den Laden stellten ein Novum gegenüber einem noch weitgehend handwerklich geprägten lokalen Handel dar. Diese innovativen Initiativen führten die Strategien des \"Grand magasin\" in Luxemburg ein.<div>Der Sohn von Emile Alexandre, Emmanuel, sollte 1910 das Geschäft seines Vaters Emile übernehmen. Er führte mehrere Grundstücke zusammen, um 1913 sein Kaufhaus nach dem Vorbild des \"Warenhauses Riquet\" in Leipzig errichten zu lassen. \"Au Nouveau Paris\" bot auf jeder der 4 Ebenen unterschiedliche Ausstellungen. Dieses 750 m2 große Kaufhaus war das erste, das seinen Kunden die Vorteile eines Aufzugs bot, der von einem \"Liftboy\" bedient wurde. Das Verkaufspersonal war überwiegend weiblich und immer dreisprachig (luxemburgisch-französisch-deutsch). Außerdem war die Führungsposition im Kaufhaus für eine Frau reserviert, was damals selten war.</div><div>Die Familie Alexander unterstützte u.a. das Komitee für die Hilfe an Russlands Kinder im Jahr 1922 und die Spendensammlung für die Errichtung des Denkmals zur Hundertjahrfeier Luxemburgs (1939) in Mersch.</div><div>Der Familie gelang die Flucht am Tag nach dem Einmarsch der Nazis in das Land. Das beschlagnahmte Geschäft wurde in \"Zum modernen Bekleidungshaus\" umbenannt und von J. Kuschmann und J. Kratzenberg geleitet. Unmittelbar nach Kriegsende wurde im September 1945 in der Presse ein öffentlicher Aufruf gestartet, um die geplünderten Gebäude und Möbel der Familie Alexander an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben. Am 18. Oktober 1946 feierte \"Au Nouveau Paris\" seine Wiedereröffnung. 22 Jahre später wurde der Betrieb eingestellt und mit den benachbarten «Grands Magasins „Rosenstiel“ zusammengelegt.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a14526-f526-7f92-99c4-12fa7a9e4438",
                    "title": "Nouveau Paris"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eb5-d721-762e-97b3-14690ca2469f",
                    "title": "Nouveau Paris"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13ea2-dd0a-757e-8cd7-a813bc3758bb"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a13ea3-f6c1-7599-baf2-5fc7dec11c03",
            "title": "Lyon soies",
            "subtitle": "",
            "description": "Dieses Geschäftshaus erinnert an die Geschichte des \"Kaufhauses Rosenstiel\". Bereits 1862, also noch in der Festungsperiode, befand sich an dieser Adresse ein Bekleidungsgeschäft, das mit Waren aus dem französischen, deutschen und britischen Markt beliefert wurde. Das Nachfolgergeschäft \"Schweich &amp; Meyer\" wurde 1891 unter dem Namen \"Lyon &amp; Söhne\" übernommen. Der Besitzer Jean Lyon spezialisierte sich auf den Verkauf von Seiden- und Wollstoffen, Gardinen, Tischdecken, Bettwäsche. Ab Januar 1938 befand sich an der Adresse in der Rue Philippe II das Kaufhaus Rosenstiel, das ein halbes Jahrhundert vorher 1887 als Kurzwarengeschäft von Jacques Rosenstiel gegründet wurde. Für kurze Zeit befand sich das Geschäft, das unter dem Namen \"Kurz &amp; Wollwarengeschäft“ operierte, in der Grand'Rue (N°18), dann in der Rue du Fossé. Ein großer Teil der Kundschaft bestand aus Landleuten, die in Hauptstadt strömten, um sich mit Kurzwaren, Dessous, Wäsche und Konfektionskleidung einzudecken.<div>Ab den 1950er Jahren rekrutierte sich die Kundschaft zunehmend aus dem städtischen Bürgertum. Die Bedeutung der Auslage und Aufmachung der Waren wuchs kontinuierlich, sodass sie selbst wichtiger als die Preisauszeichnung und die üblichen technischen Angaben wurde. Verkaufsaktionen wurden mit Veranstaltungen kombiniert, um eine handelsförderliche Atmosphäre zu schaffen. Rosenstiel war eines der ersten Geschäfte in Luxemburg, das Modeschauen nach dem Vorbild der großstädtischen Kaufhäuser veranstaltete.</div><div>Trotz dieses hundertjährigen Erfolges wurde die Familie Rosenstiel, wie so viele andere auch, auf eine harte Probe gestellt. Jacques Rosenstiel, der Gründer der Firma, seine Frau und seine Tochter Alice überlebten die Deportationen nicht. Die Nazis hatten die Geschäfte der Familie beschlagnahmt und in \"Kaufhaus Neuzeit\" umbenannt. Elise Gillen war mit der Leitung des Unternehmens betraut worden. Die Söhne Erwin und Félix Rosenstiel übernahmen am Tag nach der Befreiung wieder die Leitung des Familienunternehmens.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a14528-10b2-78d8-a39c-f64c778301a6",
                    "title": "Lyon soies"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eb5-9da4-78a8-9fe3-26e8c74537b0",
                    "title": "Lyon soies"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13ea3-e8b9-7ebc-84e2-13fdd651c2b7"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a13ea4-9987-71c1-8b1e-9f1c8ab4daee",
            "title": "Bonn Frères",
            "subtitle": "",
            "description": "Moïse Bonn, geboren 1793 in Waldwisse in Lothringen, zog 1823 nach Luxemburg. Seine Frau, Marie-Anne Godchaux, war die Tochter des Synagogenvorstehers Pinhas Godchaux, damals ebenfalls Präsident der jüdischen Gemeinde von Luxemburg. Bonn hatte am Krautmarkt ein Tuchgeschäft eröffnet. Ihr Sohn Stanislas sollte 1855 das Bonner Möbelhaus gründen. Zur Zeit des Festungsabrisses (1867-1883) befand sich Bonn in der Rue Notre-Dame. Es wurde von den Brüdern Robert, Myrtil und Raoul Bonn übernommen, die \"Bonn Frères\" als \"Handel und Herstellung von Möbelartikeln\" gründeten.<div>Durch den Verkauf von Industrieprodukten grenzte sich das Geschäft \"Bonn Frères\" vom traditionellen Handel, der sehr handwerklich geprägt war, ab. Eine große Auswahl an Waren, darunter Gardinen, Baldachinen und Posamenten wurde bei Bonn durch die Ausstellung von Warenstücken in verschiedenen Mustern und Modellen. Das Unternehmen bot professionelle und private Einrichtungsgegenstände für das städtische Bürgertum und den Mittelstand an. Das ursprüngliche Geschäft der \"Bonn Frères\" befand sich gegenüber dem heutigen \"Bonn\"-Gebäude an der Ecke der Rue Philippe II / Rue de la Poste. Auf drei Ebenen waren etwa 50-60 Ausstellungszimmer ausgestellt. Im gegenüber errichteten \"Palais du mobilier\" konnte Myrtil Bonn auf 7 Ebenen sogar über 80 Modellzimmer ausstellen. Jede Etage lud dabei zum Bummeln ein. Im Jahr 1932 übernahm \"Bonn Frères\" die Art-Deco-Einrichtung für das Hotel Alfa. Zahlreiche wertvolle Stücke dieser Einrichtung befinden sich heute im hauptstädtischen Musée d’Art et d’Histoire.</div><div>Auf Anordnung des \"Chefs der Zivilverwaltung\" vom 6. August 1940 wurde die Kommanditgesellschaft \"Palais du Mobilier - Bonn Frères\" in \"Möbel und Heim\" umbenannt. Robert und Raoul Bonn starben während ihrer Deportation. Die großen Schaufenster des Ladens wurden von nun an für die NS-Propaganda genutzt. Es wurden nur deutsche Mitarbeiter beschäftigt.</div><div>Als das nationalsozialistische Regime Anfang Mai 1945 kapitulierte, konnte Myrtil Bonn das Geschäft wieder übernehmen. Bis Juli 1945 rekrutierte er Schreiner, Polsterer, Zeichner und Näherinnen. Im Oktober des folgenden Jahres konnte as \"Palais du mobilier\" bekanntgeben, dass die während des Krieges geplünderte Sammlung rekonstruiert werden konnte.</div><div><br></div>",
            "audios": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a14529-4d9e-7dbb-879a-57df2bf7fefd",
                    "title": " Bonn Frères"
                }
            ],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eb5-607d-75c4-8cab-0a79bd2bea81",
                    "title": "Bonn Frères"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13ea4-9011-7ca9-91fe-c933a8d770b7"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a13ea5-50ca-764b-aacf-388acbfa0e4b",
            "title": "Boucherie Centrale",
            "subtitle": "",
            "description": "Der Metzger Eugène Cerf hatte 1886 die \"Boucherie Économique\" an der hauptstädtischen Place d’Armes gegründet. An diesem zentralen Platz verblieb die Metzgerei auch, als sie 1923 in das Nachbarhaus umzog und inzwischen den Namen \"Boucherie Centrale\" angenommen hatte. 1927 wurde der Sohn von Eugène, Maurice Cerf, Metzger-Fleischer, Mitglied der Berufskammer; 1930 wurde er Präsident der Ausbildungskommission für Metzgerlehrlinge und Schweinemetzger. 1934 gründete er den nationalen Verband der Metzger und Fleischhauer des Großherzogtums Luxemburg, dessen Präsidentschaft er später auch übernahm. Bis 1937 vertrat Cerf zudem den Arbeitgeberverband des Fleischerhandwerks bei der Handelskammer. Eine Konvention, die 1876 mit dem \"Abbattoir de Luxembourg\" vereinbart wurde, legte die Kriterien fest, die die Beziehungen zum Rabbiner bestimmten, der für die Überwachung der traditionellen Vorgaben des Kaschrut verantwortlich war. Nachdem die Kriegsjahren ihn an der Ausübung seines Berufes gehindert hatte, konnte Maurice Cerf 1945 seine Metzgerei wieder eröffnen.",
            "audios": [],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eb5-07bd-7441-817a-db84a3d5f526",
                    "title": "Boucherie Centrale"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13ea5-2b5e-7828-a95c-f51ba75ac6c2"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a13ea6-0319-787e-a6a7-dac3d4ffd484",
            "title": "Mercerie Schaefer",
            "subtitle": "",
            "description": "Die „Mercerie Marx“ wurde im Jahr 1931 von Charles und Fernande Schaefer gegründet. Das \"Bitzgeschaeft Schaefer\", das sich bis 1996 in Luxemburg in der Rue Philippe II befand, war wohlbekannt für seine Spitzen-, Näh-, Stickerei- und Kurzwarenprodukte. Das Geschäft wurde 1967 und bis 2013 von Charles Schaefers Neffen Claude und Claudine Marx übernommen und geleitet.<div>Claude Marx war Präsident des Consistoire israélite de Luxembourg (2016-2018). Er überlebte den Zweiten Weltkrieg als verstecktes jüdisches Kind in Frankreich. Er war Co-Präsident des Vereins Memo-Shoah, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Erinnerung an die Shoah im Großherzogtum Luxemburg durch konkrete Aktionen aufrechtzuerhalten. Dazu gehören die Information und Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit und des Zielpublikums, die Unterstützung von Forschung und Dokumentation, die Initiierung und auch Unterstützung von Bildungs- und Kulturprojekten sowie die Begleitung der Gemeinden bei ihrer Erinnerungsarbeit an das Schicksal der jüdischen Einwohner, die Opfer des nationalsozialistischen Terrors wurden.</div><div><br></div>",
            "audios": [],
            "images": [
                {
                    "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13eb4-cb46-79b4-9371-6360a4cf7bf9",
                    "title": "Mercerie Schaefer"
                }
            ],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a13ea5-e747-7a40-bfac-191e4c7aa648"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a14485-ac4b-75b4-b0e3-704e5b250f57",
            "title": "Synagogue, coin rue notre Dame",
            "subtitle": "",
            "description": "Die israelitische Gemeinde wuchs schnell von 523 Mitgliedern im Jahr 1871 auf über 1.000 im Jahr 1890 für das gesamte Großherzogtum. Nahezu die Hälfte von ihnen lebte in der Hauptstadt. 1891 verkaufte der Konsistorialrat seine ehemalige Synagoge in der Nähe der „Rue du petit séminaire“, um den Garten \"Reuter-Reuter\" an der Ecke Notre-Dame-Straße/Aldringenstraße zu erwerben und eine neue Gebetsstätte zu bauen, die für 300 Personen Platz bot. Die neue Gebets- und Gemeinschaftsstätte, deren Bau 1893 begonnen hatte, wurde 1894 eingeweiht.<div>Im Rahmen ihrer Strategie zur Ausrottung der jüdischen Präsenz in Luxemburg beschloss die Gestapo die Schließung der Synagoge im Mai 1941. Der Abriss der Gebets- und Versammlungsstätte wurde zwar offiziell sofort angeordnet, die Umsetzung zog sich jedoch bis ins Jahr 1943 hin. In der Nachkriegszeit errichtete die luxemburgische Regierung 1958 auf dem damals brachliegenden Gelände der ehemaligen Synagoge das Verwaltungsgebäude der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Die neue Synagoge mit Gemeindezentrum wurde schließlich 1951 am Rande des Parks in der Avenue Monterey errichtet und 1953 eingeweiht. Die jüdische Gemeinde zählte im Jahr 2016 etwa 1200 Mitglieder.</div><div><br></div>",
            "audios": [],
            "images": [],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a14484-2848-7f45-ab7d-76ce86c1ebf9"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        },
        {
            "id": "01a14486-2136-713a-a7d5-87a3fadf8561",
            "title": "Maison Léon Ackermann Successe",
            "subtitle": "",
            "description": "Das Kinder- und Mütterbekleidungshaus \"Maison Léon Ackermann Succ. Jacqueline Goldschmidt\" befand sich von 1972 bis 2009 in der 34, rue Notre Dame in Luxemburg. Der Betrieb, der 1939 von Léon Ackermann gegründet wurde, befand sich an der Stelle des ehemaligen \"Hotel de l'Amérique\".<div>Dieses Gebäude aus dem Jahr 1685 wurde 1907 durch das heutige Geschäftshaus ersetzt. Im Jahr 1862 erwarb Jean-Joseph Derulle (1819-1881) dieses Gebäude, um zunächst ein Gasthaus und dann sein Unternehmen, das die Auswanderung in die Vereinigten Staaten organisierte, einzurichten. Sein Sohn Ernest Derulle (1851-1912), der die Geschäfte seines Vaters übernahm, hatte den Architekten Alphonse Kemp beauftragt, das \"American Building\" mit dem amerikanischen Adler auf der Kuppel zu bauen.</div><div><br></div>",
            "audios": [],
            "images": [],
            "videos": [],
            "thumbnail": {
                "mediaKey": "01a1348d-918f-7063-8484-4758d3028b0e-01a14486-1ce9-784d-9cc9-d53d3eaa7fa4"
            },
            "equirectangularImages": [],
            "directionPoints": []
        }
    ],
    "menu": [
        {
            "id": "01a0e6fa-285c-7878-ae53-a218787de526",
            "title": "BASE_MENU",
            "audios": [],
            "images": [],
            "videos": [],
            "equirectangularImages": []
        },
        {
            "id": "01a0e6fa-5239-7f0e-b9ba-617f7c92c14c",
            "title": "Wege der Erinnerung",
            "audios": [],
            "images": [],
            "videos": [],
            "equirectangularImages": []
        },
        {
            "id": "01a1348d-918f-7063-8494-e45f05d46bfa",
            "title": "ITINERAIRE DU PATRIMOINE JUIF",
            "audios": [],
            "images": [],
            "videos": [],
            "equirectangularImages": []
        },
        {
            "id": "default-item-01a0e6fa-285c-7878-ae53-a218787de526",
            "title": "JüLiG",
            "audios": [],
            "images": [],
            "videos": [],
            "equirectangularImages": []
        }
    ],
    "entries": [],
    "informations": []
}